Mittwoch, 27. April 2016

Sew Nice

Dort, wo andere Leute Urlaub machen,
dort wohnt Rosmarie.
Rosmarie hat einen feinen Nähladen eröffnet.
Von Anna Graham bis Westfalen finden sich dort allerhand Schätze.

Ich war vor wenigen Wochen das erste Mal bei ihr
und als ich eintrat, wars gleich ein wenig so, als wär ich nach langer Zeit nach Hause gekommen.
Ein längst vergessenes Zuhause.
Das lag am Ambiente, an Rosmarie und ganz viel an ihrem Dialekt!
Ich habe so gern in Tirol gelebt, dass es immer wieder schön ist, hier jemandem von dort zu begegnen.

Nebst den herrlichen Stoffen, dem mich auf angenehme Art und Weise nostalgisch machenden Dialekt und der unmittelbaren Nähe des "sew nice" (Attersee am Attersee!!) ist natürlich die Tatsache, dass mir Rosmarie ein paar ihrer Schätzchen zum Vernähen zur Verfügung gestellt hat mit das Beste an meiner Stoffgeschäftentdeckung!!


Es war mir sofort klar,
dass ich aus diesem Stoffpaket Fahrradtaschen für meine Jungs nähen muss.
Der Frühling kommt, die Räder sind schon im Einsatz und andauernd müssen sie irgendwas transportieren.
Sie finden einen Stein, einen Ast, der Ball wird doch woanders benötigt, oder aber eine Verkleidungsrequisite darf nicht fehlen.
Was es auch ist, in diesen Täschchen von sweet things for little kings findet das und die Dinge, von denen Muttern glaubt sie seien brauchbar (Taschentücher, Getränke etc.) Platz.



Die erste Tasche hab ich innen aus Wachstuch genäht, so kann sie prima wieder saubergewischt werden - denn da wird schon mal was reingepatzt oder ausgeschüttet.

Die Tasche wird mit KamSnaps am Lenker befestigt. 
Ich habe reflektierendes Gurtband verwendet - das find ich seehr geil!


Vorne hab ich eine extra Tasche ran genäht.
Erstens sieht es nett aus und zweitens bietet das Täschchen so zusätzlichen Stauraum.
Witzigerweise nehmen beide Jungs diese kleine Tasche gerne her.
Dazu hab ich dann ein kleines Tutorial geschrieben - das hat Spaß gemacht und ging recht fix - welches auch im e-book auftaucht.



Für den Zauselzauer hab ich das Modell mit Tunnelzug genäht.


Gut, dass meine Tochter auch schon anfängt mit dem Dreiradler zu fahren,
so kann ich bald ein weiteres Täschchen nähen!


Ich will an dieser Stelle noch ganz unbedingt DANKE sagen für die Stoffe -
mir und auch meinen Jungs gefallen sie sehr!

Das e-book kommt in 3 verschiedenen Größen daher,
die Taschen sind recht einfach zu nähen, und man kann sich da stofftechnisch austoben.
Von Baumwolle über Cord bis zu Jeans. 
Es ist eine gute Idee für ein Upcyclingprojekt und es lassen sich natürlich viele kleine Details einbauen... Webbänder, ein Getränkehalter, man kanns Puppentauglich machen etc. 

Ich hab mir allerdings grad die Preise für die Fahrradtasche angesehen und dabei entdeckt, dass die Schnittmustererstellerin jede Tasche einzeln verkauft. Es gibt zwar ein Kombi e-book, aber ich finde die Preise dennoch etwas zu hoch gegriffen.
Zumal es die kleine Fahrradtasche ganz ähnlichen Designs gratis bei noodlehead als Tutorial gibt.
Ich verlink euch das gerne, denn für mich passt die Preisgestaltung in diesem Fall nicht. 
Die Tasche ist wohlgemerkt nicht genau gleich, doch schon ähnlich.

Schnitt: Fahrradtasche drive&carry von sweet things for little kings
Stoffe: von sew nice


Sonntag, 24. April 2016

Schnee vs. Sommerstrampler

Eigentlich war für heute kein Blogbeitrag vorgesehen,
Sonntag, die Familie chillt, wir bauen Duploeisenbahnen,
ich werkl ein wenig an einem neuen Schnitt...
... da fällt draußen Schnee!!!

Jaja, ich weiß schon, der April ist eh prädestiniert für derartiges,
dennoch find ich - bekennende Frühlingsliebhaberin - dass es da ein Kontrastprogramm braucht!



Ein Sommerstrampler in kräftigen Farben mit fröhlichen Indianermädls drauf.
Im Sommer - im richtigen, warmen Sommer - zieh ich einem Kleinstkind ja gerne bloß einen Body an. Nur ja nicht zu viele Kleidungsstücke, es ist eh heiß genug. 
Aber so ein bissl was, damits die Windel zusammenhält und es halt angezogen ist, brauchts schon.
Da hab ich bislang stets zu einem Body gegriffen.
Der Sommerstrampler bietet da eine echte Alternative, wie ich finde.




Das Schnittmuster ist von konfetti patterns und bietet noch die Möglichkeit vorne eine Kellerfalte einzubauen. Es reicht bis Gr. 92 und ist recht flott genäht.
Mir gefällt meine Tochter sehr gut darin und ich liebäugle mit dem Gedanken ihr einen Badeanzug nach diesem SM zu nähen. Irgendwo hab ich mal Badekleidungskompatible Stoffe gesehen.
Wenn ich nur wüsste, wo das war...
Hm, mal schaun, vielleicht kommt mir einer unter...

Und weil ich schon blogge heute 
und weil ich noch Zeit habe,
hier noch die 5 Dinge der vergangenen Woche, die mich glücklich gemacht haben: 

1. Buch anschauen mit der Kleinen - sie imitiert immer mehr Tiere und bietet dabei ein interessantes Mimikspiel auf
2. Wein trinken mit meiner Freundin
3. Mein Hochbeet bepflanzen - ohne Handschuhe! :-)
4. Eine Hühnerleiter und einen Nistkasten bauen - wieso hab ich eigentlich kein Handwerk gelernt?
5. Vorstadtweiber


Schnitt: Sommerstrampler von konfetti patterns


bis bald
phönixe

Freitag, 22. April 2016

Digitalprint

Was hab ich mir nicht alles vorgenommen NICHT zu tun,
wenn ich mal Mama bin.
Ich würde meinem Kind sicher NIE böse,schlechte und minderwertige Süßigkeiten geben.
Wenn was Süßes, dann getrocknete Früchte oder ein Stück guter Schokolade.
Ich würde jegliche Form von Waffen, Actionspielen und Schießereien sofort unterbinden,
bzw. hatte ich die krude Phantasie sie kämen ohnehin nie auf einen derartigen Schwachsinn.
Heute haben wir eine Verkleidungskiste, die eine ganze Kindergartengruppe versorgen könnte und JA, darunter befindet sich sogar ein Plastikschwert und allerhand selbstgebasteltes - ihre Kreativität zu unterbinden ging gar nicht - Kriegsgerät.

In der Näherei waren für mich Digitalprints ganz lange ein NOGO.
Eine Eisprinzessin wie sie über den Bildschirm fegt auf einem Shirt?
Muss nicht sein.
Doch dann hab ich mal wieder bestellt und - typisch Mama - aus dem Wunsch heraus meinen Söhnen eine Freude zu machen zwei Digitalprints bestellt, deren Motive sie beide gut kennen.


Aus dem halben Meter Ice Age ging sich für den Superduck noch genau ein Basic Shirt in Gr. 98 aus.

Damit es für den Großen nicht zu sehr nach Pyjamashirt ausschaut, 
hab ich seins mit einem schwarz - weiß gestreiften Jersey kombiniert.


Und JA, sie haben sich beide sehr gefreut, als sie gesehen haben, was auf ihren Shirts drauf ist.
Gut dass von beiden Stoffen noch was da ist, ich glaub die machen sich auch gut auf Unterwäsche oder einer Übergangshaube. Mal schaun.

Schnitt: Basic Shirt von KID5
Linked: made4boys, kiddikram 

Es hat sich übrigens was Lässiges auf getan,
denn ich darf mich ab sofort zu einem zweiten Probenähstammteam zugehörig fühlen.
Sara&Julez brauchte Probenäher für MAISIE (die Babydollversion zeig ich euch nächste Woche) und daraus ergab sich ein Platz im Stammprobenähteam.
Auch nicht schlecht!
Im Gegenteil, taugt mir sehr, ich glaub da kommen noch ganz lässige Schnitte daher!

Ihr Lieben, lasst euch nicht von den prognostizierten Schneefällen (ja, das haben die tatsächlich vorausgesagt) erschrecken und genießt stattdessen ein kuscheliges und entspanntes Wochenende,
phönixe

Donnerstag, 21. April 2016

Bist du auf LSD?

Nein, war ich auch noch nie.
Ich kenn sie ja nicht, diese LSD Droge.
Dem Namen nach halt und eine Sache, die ich mal gehört habe, war,
dass sich die Farbwahrnehmung verändern kann. 
Die Farben werden intensiver gesehen und Linien können anfangen sich zu bewegen.

Daran hab ich gedacht, als ich mir meinen ersten Viskosejersey bestellt hab.


Zudem dacht ich mir: der ist so scheußlich, das könnte schon wieder gut aussehen!

Und so kams, dass ich mir einen echt schrägen Stoff für das Jella - Probenähen von konfetti patterns bestellt hab.
Ein Stoff, um den nicht schad ist, eher günstig, da ist nicht viel verhaut, wenn der erste Schnittmusterentwurf nicht passt.

Doch siehe da, er passte!! :-) 


Jella - ein dreiviertelärmeliges Shirt mit Wasserfallkragen, das so dermaßen flott genäht ist, dass es eine Freude ist.
Und ja: Viskosejersey ist da sehr zu empfehlen!!


Denn der fällt einfach viel schöner als normaler Baumwolljersey.
Zudem schmiegt er sich wunderbar an, ist leicht zu tragen und macht ein echt feines Kleidungsstück aus der Jella.


Die Bilder hat übrigens mein Mann geschossen.
Cool, mit einer Hand in der Hosentasche stand er da und hat mich abgelichtet.
Lustig wars und so sinds diesmal weniger ernste Bilder geworden.
Ich find aber, dass die eh ganz gut zu meinem quirligen Shirt passen!



Die Jella gibts aktuell zum Einführungspreis und ich kann sie euch nur empfehlen!
Sie macht richtig gute Laune und kann sich auch von hinten sehen lassen! ;-)


Für mich wars das erste und nicht das letzte Mal, dass ich Viskosejersey verarbeitet habe.
Ich bin zwar noch nicht drauf gekommen, welcher Shop da eine gute Auswahl bietet, doch das krieg ich auch noch raus (Tipps sind willkommen!!).
Fürs Erste hab ich mir mal klassisch Schwarzen aus dem hiesigen Stoffladen gekauft 
- gut möglich, dass daraus noch eine Jella wird.

Mir taugts übrigens sehr, dass ich jetzt so ein schräges und buntes Kleidungsstück in meinem Kasten habe, denn ich hab schon - einige - Tage, an denen will ich Farben bekennen!!!
Da mag ich keine klassischen und einfärbigen und gedeckten und sowieso 0815 Sachen.
Da will ich, dass mein Shirt schreit!!! Und das tut es definitiv! :-)

Schnitt: Jella von konfetti patterns
Linked: RUMS

phönixe

Sonntag, 17. April 2016

Traumflieger

Ich hab mal wieder einen Plottversuch gestartet.
Mein Ältester bekam ein Shirt - kurzärmelig - dessen Vorderteil nach einem Aufdruck verlangte.
Also habe ich mir einen einfachen Papierflieger - eine Bilddatei aus dem Netz - genommen und ihn im Silhouette Studio in eine plottbare Datei verwandelt.
Die Plottpros unter euch wissen, dass das nicht die aufwändigste Arbeit ist, 
ich weiß es auch und doch war ich ein wenig stolz darauf, dass das gut geklappt hat.



Das Shirt ist ein Basic Shirt, der Sneakerstoff fand schon Verwendung für Shirts und Jogginghosentaschen - diese stammen jedoch aus der Prä-Blog-Phase. 


Soweit so gut.
Denkste.

Denn dieses Shirt trägt mein Großer nun schon eine Weile und nach mehrmaligem Waschen muss ich leider sagen, dass sich die feinen Linien des Papierfliegers vom Shirt lösen.
Woran das liegen mag?
Ja, ich verwende keine Presse sondern arbeite mit Armkraft.
Ich will mir das auch nicht ausreden lassen, das muss doch reichen, oder?
Hat wer von euch Erfahrung damit?
Wie verhalten sich bei euch feine geplottete Linien im Praxistest?
Denn ich bin mit dem Langzeitergebnis definitiv noch nicht zufrieden.
Möglicherweise liegt es auch an der Folie.
Ich hab jetzt mal von einem anderen Anbieter eine bestellt,
sobald ich die verwendet habe und getestet habe, geb ich euch Bescheid, ob die denn besser taugt.


Schnitt: Basic Shirt von KID5

phönixe

Donnerstag, 14. April 2016

Aiko

Den Schnitt Frau Aiko hab ich mir schon vor Monaten gekauft.
Als ich dann auch noch einen wunderschönen Monalunastoff (GOTS) 
im StoffART in Linz gefunden habe, 
war die Kombination in meinem Kopf perfekt!


Der Schnitt eignet sich eben auch für Webware - und von diesen Schnitten hab ich noch nicht allzu viel. Er ist schnell genäht und kann sowohl mit 3/4 Ärmel als auch kurzen Ärmeln genäht werden.


Vorne kommen zwei Taschen ran, ansonsten ist es ein sehr schlichtes und luftiges Shirt.
Tja, und ich, ich bin damit ganz und gar nicht zufrieden.
In meinem Kopf war das ein Traumteil,
"in echt" ist es das leider nicht.
Das Shirt trägt auf (und das geht GAR nicht!), plattert (wellt sich, schlägt Falten) an den falschen Stellen und lässt mich brustlos erscheinen. 
Da ich die richtige Größe gewählt habe, vermute ich mal, dass das so gehört 
und ziehe daraus die Konklusio, dass mir der Schnitt einfach nicht steht.


Mir ist etwas schad um den Stoff, denn diese little leaves find ich wunderwunderschön!
Na gut, ich verbuche es unter "was gelernt".
Zukünftig lass ich wohl die allzu geraden Schnitte aus.

Stoff: little leaves von monaluna, gekauft bei StoffART
Schnitt: Frau Aiko von schnittreif
Linked: RUMS, keko-kreativ

Und weil grad alle Kinder beschäftigt sind - es ist sehr ruhig hier, mglw. hat das einen Grund ;-) - nutz ich grad noch die Zeit und widme mich den 5 Dingen, die mich in dieser Woche glücklich gemacht haben:

1. Kuscheln mit meiner kleinen Bachnixe - sie ist so ein Genussmensch!
2. Endlich wieder mit meiner Freundin ratschen - ohne dass eines unserer sechs Kinder dazwischenfunkt!
3. Im Garten in der Sonne essen
4. Das Gesicht meines Superducks, als wir ihm alle zusammen sein Geburtstagsständchen dargebracht haben - er hat sooo gestrahlt! Er war richtig glücklich!
5. Am Samstag Abend zu realisieren, dass ja morgen auch noch "frei" ist und niemand in die Arbeit, Kiga oder ähnliches muss! :-) Es war summa summarum ein sehr entspanntes WE.

liebe Grüße
phönixe

Sonntag, 10. April 2016

Die kleine Spinne Widerlich

Ich habe heute Lust euch ein neues Buch vorzustellen, 
das ich für (vor)lesenswert halte.
Die Tatsache, dass das letzte Buch schon eine Weile her ist, 
hat nichts mit unserem Leseverhalten zu tun - im Gegenteil, wir sind Stammgäste in der Bücherei und mittlerweile schleppen schon drei Kinder Abends die Gute - Nacht - Bücher an.


Auch die kleine Spinne Widerlich haben wir uns zuerst aus der Bücherei ausgeborgt,
sie nach einem Mal lesen jedoch gleich nachgekauft.

Es geht um die kleine Spinne Widerlich, die sich fragt, wieso sich die Menschen eigentlich vor ihr, bzw. vor den Spinnen im Allgemeinen ekeln.
Dazu fragt sie allerlei Verwandte und Bekannte um sich letztlich selbst eine Meinung zu bilden.



Und genau das ist es, weshalb ich das Buch so gut finde.
Es geht auf kindgerechte Art und Weise darum ein Thema, einen Satz, einen Umstand auf unterschiedliche Weisen betrachten zu können.
Keine Meinung, keine Sichtweise wird als richtig oder falsch dar gestellt, alle haben ihre Berechtigung, ihren Platz in dem Buch, und doch findet die kleine Spinne ihre ganz eigene "Wahrheit" heraus. Und das dauert eben manchmal ein wenig..

Die Autorin ist übrigens bekannt aus Film und Fernsehen. Diana Ampft hat dieses Buch geschrieben, illustriert wurde es von Martina Matos.

Ich finde das Buch rundum gelungen und kann es gut für Kinder ab dem Kindergartenalter empfehlen.

Also los, der Buchhändler eures Vertrauens wartet schon.

Ich such jetzt noch ein gutes Geburtstagskuchenrezept heraus, 
denn der "kleine" Superduck wird übermorgen, ich glaub es kaum, schon drei Jahre alt!
Genießt euren Sonntag,
bis bald
phönixe

Donnerstag, 7. April 2016

Sekundärwelt

Heute will ich zu Rums.
Rund ums Weib am Donnerstag,
eine Linkparty, bei der alles verlinkt werden darf, was man für sich selbst genäht hat.
Soweit so gut.
Was mir bei meinen letzten Verlinkungen bei Rums aufgefallen ist, ist die Tatsache,
dass dann ganz schön viele Menschen auf meine Seite geschaut haben.
Wenn man so einen Blog betreibt, kann man sich allerhand Zahlen ansehen - klicks, Kommentare, Zugriffsquellen, etc.



Parallel dazu, dass ich heute rumse, hab ich mir Gedanken über ein Bild gemacht,
 welches grad durch die Medien geht.
Ein Laufwettbewerb in Linz, ein Marathon, bei dem es einen Bewerb für die ganz ganz Kleinen gab.
Knopflauf quasi.
42 Meter Vollgas.
Das Bild, das dabei gemacht wurde - dabei weiß ich gar nicht sicher, ob es ein Foto ist oder ein Screenshot - bildet eine Szenerie ab, die grotesk und irgendwie verkehrt anmutet.
Eltern, die ihre Kinder zur Ziellinie schleifen - heißt es dazu.
Kinder, die definitiv nicht glücklich dreinschaun.

Ich bin da schon gefährdet mit in diese Verurteilungshaltung zu gehen.
Ich mein, das geht doch gar nicht, diese vom Ehrgeiz zerfressenen Eltern, deren Kinder das erreichen müssen, was sie nicht geschafft haben. Selbstverwirklichung in zweiter Generation quasi.

Wenn ich mir Bilder von Sportlern in action ansehe, dann sehen die nicht glücklich aus.
Sie sehen angestrengt aus, verbissen bisweilen.
Sie sind in einer außergewöhnlichen Situation.

Wenn ich mit meinem Sohn bei einem Wettbewerb mitmache, oder sagen wir mal im Garten etwas spiele - Fussball zum Beispiel, dann könnts gut sein, dass ich spielerisch verträglichen Ehrgeiz entwickle, Biss bekomme.
Möglicherweise ist es auch diesen Eltern so gegangen, weshalb sie in dem Moment - ein Foto ist lediglich eine Momentaufnahme - nicht daran gedacht haben ihren Arm weiter unten zu halten, damit es für das Kind nicht so anstrengend ist, sondern sie haben ihren eigenen Arm hochgerissen, weil sie selbst euphorisch - die Zielgerade bei einem 42 Meterlauf hat man ja quasi permanent vor Augen - waren.


Wie dem auch sei, mir ist das eh völlig wurscht, was da bei dem Linz Marathon abgelaufen ist.
Die dahinterliegende Frage, die mich beschäftigt hat, war die nach der (Un)Wirklichkeit, nach der eigenen Meinungsbildung und inwiefern ich mit meinem Blog dazu beitrage die Realität zu verzerren.

Meine Bilder sind stets bearbeitet, 
nein Leute, ich fotografiere nicht so gut, wie es ausschaut! ;-)
Ich ändere Helligkeiten, die Schärfe, ich schneide Dinge weg.
Nein, ich retuschiere nicht. 
Das liegt wohl auch daran, dass ich nicht weiß, wie das geht bzw. mir das zu blöd ist.


Doch die genähte Kleidung versuche ich stets in ein möglichst gutes Licht zu rücken.
Und mal ehrlich: manches schaut in echt gar nicht so spektakulär und hochglänzlich aus, wie auf den Bildern.
Und manches ist in echt viel häufiger getragen, bei meinen Kinder und mir beliebter, als es die Bilder vermuten lassen.

Mein Blog ist nun ein Jahr alt und ich habe sog. Klickzahlen erreicht, die mich freuen und immer wieder überraschen.
Es ist schön, dass ihr euch anschaut was ich nähe und durchlest, was ich schreibe.
Gleichzeitig will ich heute ein wenig an uns alle appellieren:
es ist nur eine Sekundärwelt, es ist nicht das richtige Leben!


Und es ist an uns nicht aufzuhören uns mit den vorgefertigten Meinungen, den sozialen Medien etc. kritisch auseinander zu setzen. Genauso wie es unsere Aufgabe ist/sein wird unsere Kinder darauf vorzubereiten. Ihnen vorzuleben hinter die Kulissen zu schauen, am besten alles zu hinterfragen und sich nicht klein zu fühlen ob der großen und glänzend perfekten Paralellwelt - Internet.

Mein Shirt ist übrigens eine Miss Mariella - ja, schon zum zweiten Mal genäht - und eines dieser viel gewaschenen und getragenen Lieblingsteile.
Die Bilder stammen aus der Stoffonkelprobenähserie und bilden deren Abschluss.

Stoffe: by Stoffregen
Schnitt: Miss Mariella von mialuna
Linked: RUMS

Mittwoch, 6. April 2016

Wie aus der kleinen Bachnixe eine Bergseenixe wurde

Die letzten beiden Tage habe ich mit meinen Kindern auf einer urigen Selbstversorgerhütte in den oberösterreichischen Bergen verbracht.
Kein Strom, kein fließendes Wasser, ein Plumpsklo im Wald, keine "Beschallung" (TV, Radio, Telefon), ...
Dafür ein See vor der Hüttentür, eine Froschwanderung - akustisch einfach nur lässig mit anzuhören! - Wald, Berge, unzählige Sterne am Nachthimmel.

Wir hatten das Glück dass uns der Wettergott (ev. ists auch eine Göttin, wer weiß?) hold war,
und so genossen wir zwei Sommertage im April.


Natürlich hab ich bei dem Kurztrip nicht nur an Taschenlampen und Kescher für die Kinder gedacht, sondern auch an meinen Blog und die ersten Sommerteile, die ich bereits genäht habe! ;-) 


Manche von euch kennen das Kleid vielleicht, da das Schnittmuster schon eine Weile am Markt ist.
Es ist eine Lotta (74-134) von Finnleys.


Diese Lotta ist auf den ersten - und ev. auch auf den zweiten Blick - eine etwas "komplexe" Angelegenheit, denn:
wer eine Lotta nähen will, braucht erst mal eine Freya.
Freya? Was bitteschön ist eine Freya?
Freya ist ebenfalls ein Schnittmuster von Finnleys, ein Kapuzenpullunder, zu dem es Erweiterungen gibt.
Die Lotta ist eine davon und macht aus diesem Pullunder diverse Kleider.


Und hier sind wir beim zweiten Blick, denn auf den zweiten Blick stand ich da vor 4(!) Bögen voll mit Schnitteilen. 
Puh!
Dann hab ich einen dritten Blick drauf geworfen und dann wars easy und lässig, denn:
die Lotta bietet sehr sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten.
Schon die Freya selbst ist ein recht variables Schnittmuster und mit der Lottaerweiterung stehen dem Nähherz alle Türen offen.
Von diversen Abschlüssen, verschiedenen Rockteilen, Armlängen, Brusttaschen, Unterteilungen hier, dort, überall, ...


Die von mir genähte Lotta ist wohl eine der Schlichtesten, die es so gibt!
Ich hab mich für eine abgerundete Verlängerung, mit Mufftaschen und sommertauglichen kurzen Ärmeln entschieden. 

Es gäbe jedoch noch die Möglichkeiten eines Tellerrocks, einer Tunika, einer Sammlertasche, eines Minikleides, und und und.

Ich würd das SM keiner blutigen Nähanfängerin empfehlen, 
es schadet nicht, wenn man sich schon mal mit Nahtzugaben und Unterteilungen beschäftigt hat.
Ansonsten - nähtechnisch - ist die Lotta gar nicht schwer.
Ich glaub es ist lediglich wichtig, dass man sich die Anleitung vor dem Nähen 1x durchliest! :-))

Die Schnittmuster von Finnleys findet ihr übrigens hier
Und eine zweite Lotta - die kann man auch aus Sweat nähen, und ich glaub das wär für den Herbst schon eine urlässige Sache - befindet sich schon in Planung. 

Und hier zeig ich euch noch meine kleine Bergseenixe:


Meine Jungs waren sich jedenfalls einig, dass ihnen dieses urige einfache Hüttenleben sehr sehr gut gefallen hat und sie UNBEDINGT wieder an diesen See wollen!

Schnitt: LOTTA von Finnleys

habt einen feinen Tag,
eine sonnengestärkte Phönixe

Freitag, 1. April 2016

In der Kürze liegt die Würze

Weil wir nähfreudigen Mamas
und die zu benähenden Mädels von Röcken nie genug bekommen können,
stell ich euch heute den Bubblegum - Skirt vor.
Ein Minirock, nähbar aus Sweat oder Jersey - somit kann ihn "Fräulein"
das ganze Jahr über tragen, in den Gr. 80 -152.




Der Bund kann mit einem Tunnelzug versehen werden,
es gibt die Möglichkeit Taschen einzunähen.
Charakteristisch für diesen Rock ist nebst "in der Kürze liegt die Würze"
die Einfassung rundherum. 
Es ist ein schlichter Rock, der schnell genäht ist.
Somit ist er definitiv auch für absolute Nähneulinge geeignet!


Beim Probenähen sind so schöne Röcke entstanden, dass ich euch direkt empfehlen möchte euch mal das sog. lookbook dazu anzusehen. 
Das findet ihr hier.
Stöbert, lasst euch inspirieren.

Schnitt: Bubblegum - Skirt von KID5

phönixe