Dienstag, 31. Oktober 2017

A wengal wos Scheenas

Für Familienfeiern,
zum Schaulaufen am Stadtplatz,
für ein Fotoshooting,
für eine besonderen Besuch,
am ersten Kindergartentag,

etc. pp....

Wenns mal ein bisschen ein schöneres Kleid sein darf:










Die Sandkastenliebe von Lott&Ludwig besteht aus einem Unterkleid und einer Schürze.
Freilich kann mans jeweils einzeln nähen, doch die Kombination machts!
Ich hab mich für feinsten Biobaumwolljersey von stoffonkel als Unterkleid und einen leichten Baumwollstoff als Schütze entschieden. 

Mit Bubikragen (den wollte ich immer schon mal nähen, ist auch ganz leicht)
Knöpfen und Bindebändern im Rücken und Falten am vorderen Unterteil.

Wies bei so schönen Kleidern oft ist,
man zieht sie nur zu besonderen Anlässen an.
Daher mein Appell (grade bei Kinderkleidung):
anziehen, anziehen, anziehen!!!

Sonst wachsen die Zwerge raus und es bleibt ungetragen im Schrank.
An und für sich beherzige ich diesen, meinen Rat eh,
nur bei diesem Kleid, da harperts, das spar ich tatsächlich auf
und es darf nur, z.B.: bei einem Besuch bei der Oma aus dem Schrank. ;-)


Alina




Mittwoch, 25. Oktober 2017

Meine Lieblingsschnitte für Kinder

Die Landschaft der digitalen Schnittmuster
gleicht ja mittlerweile wahrlich einem Dschungel.
Beinahe jeder Schnittmusterersteller fühlt sich bemüßigt für jedes Körperteil ein Schnittmuster zu zeichnen und zu vermarkten. 
Nur wenigen gelingt es dabei einen eigenen Stil zu etablieren.
Ganz grundsätzlich ist das zwar nicht nötig,
schließlich braucht es sowas wie Basics und eine Leggings ist eine Leggings ist eine Leggings.
Doch wenn ich ein Kleid für meine Tochter nähen will und auf den bekannten Plattformen wie makerist oder dawanda etc. hunderte Schnittmuster dazu finde,
dann kanns schon mal vorkommen, dass man A: zu viele Schnittmuster ansammelt,
oder B: verzweifelt, weil man nicht weiß, welches man wählen soll und das Nähprojekt gestorben ist, bevor man richtig damit los gelegt hat.

Ich nähe ja nun schon eine Weile und gehöre definitiv zur Kategorie A.
Ich habe viel zu viele Schnittmuster auf meinem PC.
Hinzu kommt noch ein Abo der Ottobre und so ist es kein Wunder, dass ich vieles noch nie genäht habe bzw. auch nie nähen werde.
Zudem habe ich einige Lieblingsschnittmuster, 
die ich immer wieder gerne nähe,
weil sie sich einfach bewährt haben.
Die will ich euch heute vorstellen,
denn vielleicht fällt so der einen oder anderen unter euch die Schnittmusterwahl für das nächste Nähprojekt leichter.


Fangen wir beim Beinkleid an:


Eine Hose, die ich uneingeschränkt empfehlen kann, ist die Käptn Floki von rabaukowitsch.
Nähbar aus nicht dehnbaren Materialien besticht sie durch ihren Retrocharme.
Verschiedene Stoffe können kombiniert werden, Paspeln eingearbeitet.
Sie sieht sowohl in kurz, als auch in lang lässig aus und ist auch ohne Hosenträger näh-, und tragbar.


Die mini chill@home von muckelie ist mein Lieblingsschnitt wenns um eine gemütliche Rumflätzhose geht. Schnell genäht mit tiefer sitzendem Schritt ist sie vor allem cool!
Die Taschen liegen bei dieser Hose recht weit unten, sodass sie im normal stehenden Zustand nicht zur Gänze genutzt werden können. 
Ich hab die Hose schon für alle Familienmitglieder genäht und nebst einer kleinen Irritation deswegen hat das bislang noch niemand gestört.


Als Draußenhose kann ich die Hose Waldemar von mialuna empfehlen.
Auch sie kann - wie hier aus Cord - aus nicht dehnbaren Materialien genäht werden und ist durch die doppelten Knie und den doppelten Hintern besonders robust.
Vermutlich gehts den Jungsmamas von euch ähnlich, doch Jungshose und durchgewetzte Knie... wer kennt das nicht? ;-)


Eine Hose, die immer geht und sowohl an Zwergen, als auch größeren kindern gut ausschaut und stets passt, ist die Karl(chen) Knopf von konfetti patterns.
Ich hab sie meist aus Sweatstoffen genäht, doch hab ich sie auch schon aus einer alten Anzughose gesehen - hierbei wirkte sie richtig edel!


Nun zu den Oberteilen:


Erst relativ kurz auf dem Markt und doch sofort ins Nähherz geschlossen 
habe ich den Schnitt pinio von firlefanz.
Ein Sweatpulli, der vor allem auf Grund seiner geräumigen Taschen seitlich bei meiner Tochter recht beliebt ist.


Wenns mal etwas aufwendiger sein darf, 
kann ich euch den Schnitt filou von fee fee fashion ans Herz legen.
Ein cooler Stoffmixpulli, der grad an den älteren Kids gut ausschaut und hervorragend sitzt.


Der Kapuzenpulli lime hood von lime nox taugt mir,
weil er in einem Ratsch mit der Overlock alleine genäht werden kann,
denn, ja, es gibt Tage, da freuts mich nicht das passende Garn in die Nähmaschine einzufädeln 
und Unterfaden aufzuspulen.
Da greif ich dann gern auf diesen Pulli zurück, der sich sowohl aus Sweat, als auch aus Jersey gut nähen lässt. Ich verlängere ihn gern um ein paar cm, damit er nicht hoch rutscht.


Mein absoluter Lieblingsschnitt für die kleine Bachnixe ist das autumn forest shirt aus der Ottobre (4/2014). Die Unterteilung und die Raffung vorne machen es zu einem Mädchenshirt ohne gleich übertrieben oder kitschig zu sein. 
Somit ein lässiger Basicschnitt für Mädels.


Und da wir schon bei Basicschnitten sind. 
Ein Raglanshirt - in diesem Fall von klimperklein - geht immer! :-)


Jacken und Westen:


In diesem Bereich hab ich noch recht wenig genäht,
schließlich kommt man da häufig nicht um einen Reißverschluss herum
und die "Furcht" es könnte dann nicht passen 
und man hat Geld und Zeit verschwendet schwingen da schon oft mit.
Doch die Carlita von bienvenido colorido kann ich euch definitiv empfehlen.
Der Schnitt passt wunderbar und die Jacke schaut so lässig aus,
dass ich sie dieses Jahr zum zweiten mal genäht habe.
Mit etwas Konzentration und genauem Lesen der Anleitung gelingt einer etwas geübten Näherin auch die gefütterte Version.
Die abnehmbare Kapuze ist recht leicht gemacht und in Kombination mit dem Stehkragen ein echter Hingucker!


Ebenfalls eine perfekte Passform hat die JaWePu von schnabelina (Freebook).
Durch das Umkrempeln der Ärmel und den Streifen an der Kapuze kann man gut stoffliche/farbliche Akzente setzen. Darüber hinaus geht der Schnitt gut ohne RV, dafür mit Druckerl oder Knöpfen.


Als idealer Begleiter in der Übergangszeit hat sich letztes Jahr der Anorak von lumali bewährt.
Wieder mal ein Schnitt, bei dem man Cord vernähen kann und der mit einer - von mir geliebten - großen Kapuze daherkommt.
Für die Kinder sehr lässig: die versteckte Tasche im Bauchbereich.


Grad für kleine Babys mag ich Wickeljacken gern.
Dafür gibt es ganz viele Schnitte, die für mich alle gleich aussehen.
Diese Sternenweste hab ich nach dem Sm von farbenmix genäht.


Typisches für Mädels, sprich Kleider:


Das Trotzkopfkleid von schnabelina in der Vokuhilaversion ist wunderbar schnell zu nähen 
und kann sowohl im Sommer, als auch in der kälteren Jahreszeit (mit Shirt drunter) getragen werden.
Nebst dem, dass es ein Freebook ist, schaut das Kleid auch bei größeren Mädels noch toll aus.


Für festliche Anlässe finde ich eignet sich die Sandkastenliebe von lotte und ludwig recht gut.
Ein etwas aufwendigeres Kleid, bei dem zuerst ein schlichtes Unterkleid genäht wird
und anschließend drüber eine entzückende Schürze aus nicht dehnbarem Stoff.
Mit Bubikragen und Schleife hinten zum Binden schauts einfach nur - ich wiederhole mich - entzückend aus!! (Dieses Kleid hab ich euch mangels gscheiter Bilder noch nicht gezeigt, wird jedoch bei Gelegenheit nahgeholt). ;-)


Beim Ballonkleid Marie musste ich meine Meinung revidieren.
Das erste Modell ging sowas von gar nicht und somit wollte ich es eigentlich nie mehr nähen.
Irgendwann wurde mir dann halt klar, dass es an der Stoffwahl lag,
weshalb ich mit dem Kleid so unzufrieden war.
Der oben rum verwendete Sweat war nicht dehnbar, wodurch meine Tochter es ungern anzog - das Reinschlupfen war mühsam. 
Und unten rum war immer so ein Gewurschtel.
Jetzt hab ich es mit passenden Stoffen nochmal genäht und - sieh da - ein Mädelstraum in rosa war geboren! ;-)
Wenn ihr das Kleid nähen wollt, empfehle ich euch nicht zu schwere und grad oben rum unbedingt gut dehnbare Stoffe zu verwenden. 
Ich hab für den innenliegenden Teil, quasi die zweite Schicht, ein altes sehr dünnes Shirt von mir zerschnitten (die restlichen Bilder hierzu zeig ich euch bestimmt bald).


Rockig von Lieblingsmama ist einer der wenigen Rockschnitte, 
die ich bislang genäht habe.
Nachdem der sehr gut sitzt, hab ich gar nicht nach einem anderen gesucht, sondern einfach diesen mehrfach genäht. 


Die Tunika China Girl aus der Ottobre (4/2014) zählt zu meinen absoluten Lieblingsschnitten.
Dabei kann ich euch nicht sagen, was der Unterschied zwischen einer Tunika und einem Kleid sein soll, denn die Länge ist es in diesem Fall sicher nicht! ;-)


Genau wie das Trotzkopfkleid hat auch das Kapuzenkleid von schnabelina (beides Freebooks) eine hervorragende Passform. Ich nähe gerne die Version mit Bündchen unten dran,
doch für kleine Ballerinas ist bestimmt auch die Version mit schwingendem Rockteil verlockend.


Last, but not least, und ich staune gerade über die Vielzahl an absolut empfehlenswerten Kleiderschnitten, die in der kurzen Zeit (die kleine Bachnixe wird ja erst 3) zusammengekommen sind, das Latzkleid von mamasliebchen.
Auch dieses Kleid ist sommer, wie wintertauglich. Es wird aus festen, nicht dehnbaren Materialien genäht und durch seine Einfachheit ist es auch für Nähanfängerinnen bestens geeignet
(die Mütze ist übrigens eine heiß geliebte käptn kukka - ebenfalls ein must sew!).


Eigentlich war ich mit dem Kapitel schon fertig,
doch jetzt muss ich doch noch einen Schnitt anfügen.
Ein richtiges Sommerkleidchen, Miss Ella von annas country.
Trotz der Verwendung von festen Stoffen sitzt es oben rum super,
ein Reißverschluss ist nicht nötig (ist zwar kein Kriterium für ein Kleid, erleichtert die Näherei aber schon ungemein, wie ich finde), ein Knopf im Rückenteil reicht völlig aus.


So, nun aber fix zu den Schlafgewändern:


Allen voran findet sich hier - ganz klar - der day and night schlafi von nemada.
Passt perfekt und ist bestimmt irre gemütlich.
Daher hab ich auch nach keiner Alternative gesucht, denn die brauchts nicht.
Das Schnittmuster ist ein Traum!
Und ein Freebook! :-)


Dicht gefolgt vom bodenlangen Nachthemd aus der Ottobre (6/2015).
Dieses durfte ich schon mehrfach nähen,
meine Tochter liebt sie alle!
Ein wunderbarer Schnitt übrigens, um, wie in diesem Fall, Paneele zu vernähen.


Für meine Jungs nähe ich bei Bedarf eine Long John aus der Ottobre 6/2013,
eine lange Unterhose mit Eingriff im Schritt.


Wenns schon normale Unterhosen sein müssen - ich hasse Unterhosen nähen,
das mach ich nur, wenns sein muss oder die Restekiste mal wieder aus allen Nähten platzt, 
dann Hugo (Ottobre 1/2013).


Zu guter Letzt ein Schnitt, den ich nicht mehr nähen kann,
weil ich kein Kind mehr in der passenden Größe hab. *snief*
Eine Strampelhose aus der Ottobre (welche weiß ich grad nicht mehr), die sich wunderbar für kleine Zwerge eignet, da sie Füße dran hat.
Das Baby kann sich die Hose nicht hochstrampeln oder abdecken, egal, die Zehen sind stets gut zugedeckt.


Overalls, Latzhosen... so Einteiler halt:


Hier zeig ich euch ausschließlich Schnittmuster für Babys, bzw. Kleinkinder,
denn der Zauselzauer zieht sowas nicht mehr an und auch den Superduck könnt ich mit einer Latzhose wohl mehrmals ums Haus jagen.
Vorreiter in diesem Bereich war für mich stets die Strampelhose von klimperklein.
Super Passform, einfach zu nähen. Gut isses.


Dieses "Ungetüm" würd genausogut in die Schlafgewandabteilung passen.
Es handelt sich hierbei um den sova bra von Lieblingsmama.
Einen Schlafstrampler, der ziemlich beknackt ausschaut,
den ich für meine Tochter aber in jeder Größe genäht habe, weil er ihr so taugt (ja, auch in der aktuellen Größe hat sie einen).
Wenn euch mal nicht leid drum ist ein bissl mehr Stoff zu brauchen,
kann man den durchaus nähen.


Sehr gut gefällt mir der Zebraoverall (Ottobre 4/2016).
Dabei rate ich euch aber unbedingt oben rum dehnbare Träger zu nähen.
Es ist sonst etwas schwer für das Kind da reinzuschlüpfen ;-)



Und zum Abschluss für diesen ungewöhnlich langen Post noch meine Lieblinge aus dem Bereich der Kopfbedeckungen:


Die Entdeckung des Jahres ist hierbei für mich die Ballonmütze Lena.
Ich sag nur: kriawig (süß/liab).


Was immer geht, ist eine Chrisbeanie (freebook).


Grad für Kleinere, weil zum Binden, sehr gut geeignet und auch von der Passform her recht ideal,
ein Erdbeerzwerg von mamasliebchen.


Die nettesten Mützen sind jedoch häufig diejenigen geworden,
welche nach eigenen Beanieschnitten entstanden sind.
So ein Beanie zu entwerfen ist nicht schwer, im Internet wimmelt es von Anleitungen und das Gefühl sowas selbst gemacht zu haben ist auch ein Gutes.


Ich habe wie eingangs erwähnt nicht mal ansatzweise alle Schnitte genäht,
die auf meiner Festplatte wohnen.
Doch diese vorgestellten kann ich euch alle guten Gewissens empfehlen.
Viele von ihnen werde ich wieder nähen und ein paar Ungenähte warten schon darauf endlich realisiert zu werden.
Doch das ist ein anderes Kapitel für einen anderen Tag.

Ihr Lieben, genießt euer Wochenende (als Österreicherin darf ich das in diesem Fall schon an einem Mittwoch sagen, wir haben morgen Nationalfeiertag) :-)

Alina

Dienstag, 24. Oktober 2017

Eines Tages, vor meiner Türe, ...



Eines Tages, vor meiner Türe
da saß ein kleiner Wau Wau Wau,
der wollt mich beißen,
gleich zerreißen,
da lief ich schnell zur Ur Ur Großmama
die alte Schraube, 
saß in der Laube,
und spielte Zieh Zieh Zieharmonika.



Verflixte Fliege,
wenn ich dich kriege,
reiß ich dir eins, zwei, drei vier Haxn aus.
Dann wirst du operiert,
mit Spucke eingeschmiert,
zur Tür hinausgeschüttet,
dann kommt die Rettung,
die hat Verspätung,
dann kommt die Polizei,
die hat an Depp dabei,
dann kommt die Feuerwehr,
die zaht die Schleich daher,
dann kommt der Leichenwagen,
da wirst du aufgeladen,
dann kommt der Bandlwurm,
du bist a große Suam!!!


Meine liebe Mutter hat es sich dankenswerterweise zur Aufgabe gemacht 
meinen Kindern ein Stück oberösterreichischer Kultur näher zu bringen. 
Und zwar in Form von Gstanzln, Liedern etc.
Seither höre ich täglich (!) diverses bereits verschollen geglaubtes Gereimtes,
welches sich aus dem Mund der kleinen beiden oft wahrlich göttlich anhört.


Wie sieht das bei euch aus?
Singen eure Kinder so typische Mundartlieder?
Ihr wisst schon, die Lieder und Gstanzl, die man in keinem Liederbuch findet.
Die gerne auch mal ein wenig frech oder dreckig sind
und oft recht lustig.
Wenn ihr so ein Lied kennts, ich würd mich freuen, wenn ihr mir davon erzählt... :-)


Und nun noch schnell zum Genähten von heute:
es ist dies mein zweiter Teil des Herbstkind sew alongs.
Ein Bonnie für den Superduck.
Wollwalk meets Sweat.

"Oba Mama, den mog i net"
"Wieso?"
"Der krotzt"
*scheiße, so a schmarrn, des hob i befürchtet*
"Okay, ziangma a zweites Leiberl drunter"

Er wird also bislang höchst selten getragen,
gerne gibts auch mal eine Weinerei, wenn ich ihn morgens vorschlage.

Schade.... 
...vielleicht zieht ihn die kleine Bachnixe eines Tages an.


Einen feinen Tag
Alina


Montag, 23. Oktober 2017

Püppi

Wenn ich eine Veränderung in meinem Leben annehmen gelernt habe,
dann kommt es oft vor, dass ich selbst schmunzeln muss.
Nämlich darüber, dass ich mich lange dagegen gewehrt habe.
Und oft auch darüber, wie gut die Veränderung letztlich ist.
Es stimmt wohl, dass es sehr entspannend ist das anzunehmen, was kommt.

In den Anfangszeiten meiner Näherei waren Mädelssachen, alles in rosa und vor allen Dingen Puppenkleidung absolut tabu. Besser gesagt fand ich das alles ziemlich beknackt.
Wieso bitte sollte man sich die Mühe machen und klitzekleine Teilchen für irgendwelche ausdruckslosen unbeweglichen Puppen nähen??!!!
Meine Tochter würde mit Fahrzeugen, Lego, Schleichtieren, viel Farbe und Natur und allerhand Verkleidungsmaterial groß werden, so wie die Jungs auch.

Danach sah es auch aus.... eine ganze Weile.
Bis die kleine Bachnixe eines Tages eine Puppe fand (in unserem Haushalt befand sich zu dem Zeitpunkt eine Puppe, die kaufte ich einem meiner Söhne, sie wurde jedoch nie bespielt).
Eine Freundin hatte so ein Teil rumliegen. Klein, weicher Körper, schön dreckig, ein Auge verklebt und nicht mehr beweglich.
Eine Liebe war geboren!


Püppi/Heidi/Ella/Sors(Schorsch) oder wie sie gerade heißt,
wird seither überall hin mitgenommen.
Ob zum Autofahren, einkaufen, besuchen, ins Bett, bei Tisch, in den Garten,...
wurscht, Püppi ist mit dabei!

Als ich diese Liebe erkannte, konnte Püppi nicht länger nackig bleiben und so hab ich sie aus den Restlstoffen benäht und eingekleidet!





Die Puppenjumper sind nach dem Schnittmuster von firlefanz entstanden.
Die Hauben ebenso.
Die Hose und das Oberteil weiß ich nicht mehr, wo ich die her habe, sind aber auch alles Freebooks. Genauso wie der Schlafsack.
Ganz generell findet man allerlei Freebooks zum Puppen benähen und es ist sicher nicht notwendig sich dafür eigens ein e-book zu kaufen.
Grad der Puppenjumper und Co (Kleid, Latzhose, Mütze, Schal etc.) ist ein seeeeehr professionelles, wunderschön gestaltetes und einfach lässiges Freebook, denn Kristina hat sich über alle (!) Puppen Gedanken gemacht und es wird auf alle Puppen und ihre Passformen, Besonderheiten etc. eingegangen. Für mich als Puppenneuling irre, wie viele es da gibt!

Für Weihnachten werd ich wohl noch das ein oder andere Teilchen nähen,
denn ein paar Basics könnten nicht schaden und Püppi hat mittlerweile Gesellschaft bekommen! ;-) (naja, die Tochter hat ja auch zwei Hände, brauchts auch zwei Puppen! *g*).
Zudem eignen sich Puppenkleider ganz hervorragend,
um Reste zu vernähen.
Und von denen hab ich wirklich meeeehr als genug!!!
Ich hab so viele Stoffreste im Regal, dass ich gar keinen Platz für Neue hab!
Ich mag die Stoffe nicht mehr wirklich, hab mich abgeschaut davon,
wollte sie tauschen, hab niemanden gefunden, der daran Interesse hat und bin heute auf eine Stoffabbaulinkparty gestoßen!
Kommt grad zum perfekten Zeitpunkt daher.

Die Idee von "Die Sanne scheint" dazu ist folgende:

1) Eure Stoffschublade, euer Stoffregal, euer Bauchgefühl und/oder euer Geldbeutel sagen euch, dass es dringend angeraten ist, selbst diesen einen, allerletzten, wuuunderschönen Stoff, den ihr vorhin gesehen habt, nicht zu kaufen.
2) Stattdessen nehmt ihr euch gemeinsam mit uns vor, bis zum Ende dieses Jahres keinen neuen Stoff mehr zu kaufen, sondern aus eurem Stofflager zu nähen.
3) Das Nachkaufen sonstiger Nähzutaten, wie z. B. Ösen, Bündchen, Kordel, ..., sollte auf ein Minimum beschränkt werden und ist nur in Notfällen erlaubt ;-).
4) Ihr zeigt euer genähtes Werk auf eurer Seite und verlinkt es bei der Linkparty, damit wir alle es bewundern können und uns so gegenseitig inspirieren und motivieren.
5) Gerne könnt ihr eure Werke oder auch kleine Teaser auch bei Instagram zeigen. Nutzt dazu bitte #stoffabbaumitwolkenzauber2017 , damit wir uns gegenseitig finden :-).
6) Die Linkparty läuft aus organisatorischen Gründen vorerst bis zum 27. Oktober, wird bei entsprechendem Interesse aber natürlich verlängert.

Die Linkparty findet sich hier und ich finds eine gute Idee mal aufzubrauchen, was da ist.

Alina

Freebooks von firlefanz